Neustadt

200px-POL_Prudnik_COA.svg1302: Erste urkundliche Erwähnung der Stadt Neustadt.

1312: Nach Vertreibung der Tempelherren, wurde Schloss Wogendrossel und Stadt Prudnik etc. Eigentum der Herzöge.

1321: Erste Erwähnung der katholischen Pfarrkirche.

1373: Nach schrecklicher Pest bleibt nur ein Bürger (bzw. zwei) am Leben.

1379: Erste Erwähnung der Elementarschule.

1389: Herzog Ladislaus II. schenkt der Stadt das Dorf Alt-Kotzem (Eichhäusel), die Gerichte mit allen Bussen, Totschlägen, Gewalt und Notzügen und Erlaubnis, eine Walkmühle zu erbauen (weist hin auf Vorhandensein von Tuchmachern).

 

1402: Die Stadt kauft einige Hufen Acker zu Riegersdorf.

1404: Dittersdorf trennt sich von der Pfarrei Neustadt.

Zw. 1417-20: Eine Feuersbrunst in der Stadt.

1420: Herzog Konrad bestätigt das Privileg Herzog Ladislaus II. von 1389.

1430: Bolko von Oppeln schenkt der Stadt zu besseren Aufkommen das im Hussitenkriege wüst gewordenen Dorf Neu-Kozem erblich.

1476: Erste Erwähnung der Männerhospitals an der Lazarusmühle.

 

1506: Ordentliches Innungsartikel des Herzogs Johann von Oppeln an die Neustädter Schumacherzunft.

1548: In Neustadt werden 28 Juden erwähnt. Erste Erwähnung jüdische Bevölkerung hier bereits 1541.

1554: Es stirbt der letzte katholische Pfarrer vor der Rekatholisierung. Alle Bürger sind inzwischen Protestanten. Die Pfarrkirche wird protestantisch.

1555: Ordentliches Innungsartikel der Königin Isabella von Ungarn an die Neustädter Bäckerzunft.

1556: Die Evangelischen erhalten die Pfarrkirche, die Stadt das Patronatsrecht.

1561: Die Neustädter Bürger erwerben Pfandweise die Neustädter Domäne mit den Dörfern Schnellenwalde, Dittmansdorf, Siebenhuben, Riegersdorf, Leuber, Jassen und Wildgrund, dem Stadtzoll, den Gebirgen und Wäldern nebst Neudeck und Rosenau, dem Haus- und Birkberge.

1562: Vertreibung der Neustädter Juden.

1564: Es existieren in Neustadt die Innungen der Büttner, Kirchner und Züchner.

1567: Kaiser Maximilian gibt der Stadt das Recht mit rotem Wachs zu siegeln.

1570 (22.02.): Kaiser Maximilian bestätigt den Kauf der Vogtei, des Freihofes in der Stadt, einer Badestube, der Fleisch- und Brotbänke, eines Kuchentisches, einer Mühle und eines kleinen Waldes vom Sebastian Buttler und Hans Engelbrecht durch die Stadt Neustadt.

1597: Ordentliches Innungsartikel des Kaisers Rudol an die Neustädter Tuchmacherzunft.

1598: Neustadt erwirbt von den Freiherren von Proskau das Dorf Kreiwitz.

 

1604: Neustadt erwirbt von der Ludmilla Czarowski das Dorf Kröschendorf.

1607: Die Stadtkämmerei kauft die innegehabten Pfandgüter der ehemaligen Domäne. Diese besteht zu dieser Zeit aus den Dörfern: Schnellenwalde, Riegersdorf, Leuber, Jassen, Wildgrund, dem Stadtzoll, den Gebirgen und Wäldern, welche letztere Neudeck, Rosenau, Haus- und Burgberg heißen. Das Schloss soll mit der Stadt verbunden bleiben, doch behält sich der Kaiser das Eigentumsrecht vor. Bei dieser Gelegenheit erhält Neustadt eine Vermehrung ihres Stadtwappens.

1610: Gründung des Stipedienfonds des Fabricius durch Pastor Georg Fabricius

1624-1625: Großes Sterben in Neustadt. Großteil der Bürger kommt um.

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1627 (01.07.): Großer Brand der Stadt. Nur vier schlechte Häuser bleiben übrig.

1627: Die ebenfalls abgebrannte Pfarrkirche wird den Katholiken zurückgegeben.

1629 (11.02.): Capitain la Mordi setzt die Verfügung des schlesischen Landshauptmanns von Oppersdorff vom 1625 gewaltsam durch, nach der die Pfarrkirche den Katholiken zurückzugeben und mit katholischen Pfarren zu besetzen sei.

1653: Graf Georg Maximilian Hoditz, Landeshauptmann des Fürstentums Oppeln-Ratibor erwirbt einen Garten nahe der von den Protestanten erbauten Begräbniskirche und schenkt diese den Kapuzinern, die hier ein Kloster erbauen.

1662: Springt auf dem großen Turm der Neustädter Pfarrkirche die Glocke.

1666: Wildgrund wird er Neustädter Pfarrei zugeschlagen.

1685: Stiftung der Marienstatue an der Nordseite des Ringes.

1696: Anlage der Wasserkunst am Ring.

 

1700: Erwerb des Rittergutes Zeiselwitz vom Grafen von Tenczin.

1708: Neustadt bekommt durch ein besonderes kaiserliches Dekret den Namen „Königlich Neustadt“.

1717: Erwerb der Rittergüter Schweinsdorf und Riegersdorf-Anteil von den Grafen von Mettich.

1727: Es wird in Neustadt eine weißgereinigte Leinwandmanufaktur errichtet. Der Kaiser erteilt der Stadt Vorrechte wegen der Zölle und Einquartierungen.

1732-36: Neuerbauung der Pfarrkirche.

1733: Errichtung der St. Johannes- und St. Nepomuksäule an der Südseite des Rings.

1735 (08.08.): Feuersbrunst in der Stadt. Pfarrkirche mit Türmen, Schul- und Pfarrgebäude sowie 91 Wohnhäuser brennen ab.

1738 (29.09.): Einweihung der neu erbauten Pfarrkirche unter dem Patronat des hl. Michael.

1741: Neustadt als Teil Schlesiens wird preußisch.

1742: Die Protestanten erhalten die Erlaubnis zur Erbauung einer eigenen Kirche. Der König schenkt ihnen das Schloss.

1743: Erste Erwähnung eines evangelischen Predigers seit der Rekatholisierung. Gründung einer evangelischen Schule.

1744 (13.12.): Neustadt von den Österreichern geplündert.

1744: Errichtung einer Kapelle am Kapellenberg.

1750: Bau eines Hospitiums nebst Kirche auf dem Kapellenberg durch den Commerzienrat Weidinger.

1764 (11.03.): König Friedrich II. erteilt der Stadt die Erlaubnis für die barmherzigen Brüder am Neißer-Tor ein Kloster mit Krankenstuben zu erbauen.

1779 (28.02.): Neustadt wird von österreichischen Regimentern unter Graf Wallis angegriffen. Das Rathaus, die Schule, einige Mühlen, 184 in der Stadt und 48 Häuser in der Vorstadt werden vernichtet. König Friedrich hilft der Stadt mit 127.500 Reichtalern.

1782: Neuerbauung des 1779 zerstörten Rathauses mit Turm.

 

1806: In der Obervorstadt brennen 45 Wohnhäuser und das Schloss Wogendrossel ab.

1812: Die Protestanten erhalten die Kirche des säkularisierten Kapuzinerklosters.

1818: Verlegung des Landratsamtes von Oberglogau nach Neustadt.

1820: Zur Tilgung der Kriegsschulden verkauft die Stadt die Rittergüter Schweinsdorf und Riegersdorf-Anteil.

1832-34: Errichtung des städtischen Krankenhauses.

1840 (04.03.): Feuer in der Niedervorstadt. 12 Scheuern mit Vorräten brennen ab.

1852: Einweihung des Franziskanerklosters südlich der Stadt am Ziegenberg.

1853: Errichtung eines städtischen Hospitals (Armenhaus) am Lazarushospital.

1857: Gründung des katholischen Gesellenvereins.

1860 (01.10.): Gründung des Gymnasiums.

1864 (22.12.): Inbetriebnahme der städtischen Beleuchtung durch die errichtete städtische Gasanstalt.

1863: Neubau eines Priesterhauses.

1866: Sterben 120 Personen an der Choleraepidemie.

Entwicklung der Einwohnerzahl

1667: 2558
1675: 2527
1754: 2905
1764: 2722
1774: 3048
1781: 3248
1784: 3326
1800: 3469
1820: 4046
1824: 4749
1830: 4939
1838: 5363
1868: 9735
1913: 18.856
1939: 17.371
2003: 26.400